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Sonntag, 12. Februar 2017

Glitzerhose



Diese HOSE,





Sollte eigentlich zuerst ein Kleid werden:
 
Dieses Chanel-kleidchen ist nicht ganz so einfach zum Nachschneidern. Eine Anmaßung.
Ich wollte einmal in 22 Jahren ein Ensemble oder ein besonderes Teil nur für meine 
Weihnachtsfeier nähen, kaum zu glauben, dass ich noch nie dafür gezielt entworfen oder genäht habe.
 Das Ambiente ist superedel, die Kupelhalle des Kunsthistorischen Museums. Große runde Tische mit Dekoration werden aufgestellt. Da muss doch was zu machen sein.
Doch vor Weihnachten ist immer viel zu tun und das ging sich nie aus.
Also das Kleid: Ich dachte, ich nehm meinen schwarzen, dünnen Wollstoff mit Glitzer für das Röckchen, und oben hab ich einen gedeckten weissen Wollstoff, der wird die Perlenreihen ersetzen.
Doch unsicher, fragte ich meinen Mann, und er sagt, no way: der Glitzerstoff fällt nicht so weich und fransig, das wird so nichts.
Ich bin aber von dem Kleid so geblendet gewesen und dachte es muß einfach auch so gehen, einen Stoff extra kaufen kam nicht in Frage. 
Nach längerem Wiederstand hab ich ihm dann recht gegeben, das wird so nichts.
Also die Zeit wird knapp, eine andere Idee muß her.
Dieser wunderbare altrosa Seidenchiffon als Schluppenbluse und eine schlichte gerade weite Hose mit breiterer Passe dazu, war meine Idee.
Burda Schnitt Marlenehose , ich hab hab ihn schon öfter verwendet, er sitzt schön schmal .
Die Passe ist nicht im Schnitt, die hab ich ca 4 cm hoch gemacht. und von außen auf die vollständige Hose genäht. Innen ist die Passe aus Futterseide nochmals eingfügt. Ich wollte sie ausreichend stabil 
( 2 Lagen Stoff und innen eine aus Futter). Ob sich der Aufwand gelohnt hat kann ich nicht sagen. 












Getragen hab ich ein Gallianokostüm, beim sec. Hand vom sec. Hand gekauft, .....besser.

 Aber das nächste Mal wird es gelingen, ich plane früher und such mir nichts Unmögliches aus, versprochen.
Herzliche Grüße
Bettina





Sonntag, 22. Januar 2017

Dritter Männerpullover

Der nun schon jährliche Männerpullover. Der DRITTE.


Diese reine Wolle hab ich schon letztes Jahr mit der braunen Aran Tweedwolle gekauft,
da ich dachte , bestell gleich mehr, spar dir das Porto. Sie kommt aus Irland; studiodonegal.  Diesmal keine Aranwolle sondern soft donegal knitting wool, etwas dünner.
Nun ging aber die Recherche welche Muster ich nehmen soll wieder von vorne los.
Ich weiß zwar immer besser, welche Art Pullover meinem Mann gefällt, doch sie zu finden ist gar nicht so einfach.
Bei meiner Suche bin ich auf den Blog einer Engländerin ( Kate Davies) gestoßen, die für ihren Sohn ebenfalls einen Pullover stricken wollte und fleißig recherchiert hat.
Was für ein Glück, wir scheinen den selben Geschmack oder zumindest dieselbe Richtung zu haben.
In Ihrem Blog im Herbst suchte sie ebenfalls Pulloverschnitte und Muster für ihren Sohn, hat um Vorschläge gebeten und hier sind die Ergebnisse:
Designing for Men-@GusOne und  MANSWAP#2
Ich war von den schottischen oder auch dänischen Fischerpullover ganz begeistert und besorgte mir gleich das Buch:
Dutch-Traditional-Ganseys-Sweaters



 Diese wunderbaren Pulover hatte ich bis dahin nicht gekannt. Die Ärmel werden von untern nach oben gestrickt, damit man sie , falls sie am Handgelenk kaputtgehen leicht auftrennen und nachstricken konnte. Auch der sehr strapazierte Halsausschnitt wird mit einer Schnur mit Bommel festgebunden, um besser vor Wind und Wetter geschützt zu sein.



















 Die Muster haben alle eine Bedeutung und es gibt eine schöne Auflistung davon.
Zwei weitere Beispiele aus dem Buch
Ich habe noch ein anderes alters Musterbuch gefunden, die Möglichkeiten sind unerschöpflich.


Darauf wußte ich, so einen Gansey Pullover mußte ich machen.
Wenn ich den dunkelbraunen vom vorigen Jahr so betrachte, fand ich auch dieses Muster und die Machart sieht den Ganseys sehr ähnlich.
Nun meine neue Wolle ist etwas dünner, ich hatte noch den Schnitt und suchte mir folgendes Muster aus:
Und das ist er geworden:




Mein Mann ist sehr zufrieden, und ich überlege schon den nächsten, denn er zieht praktisch keine anderen mehr an. Das ist doch das größte Kompliment, oder?

Herzliche Grüße
bis zu meiner Glitzerhose
Bettina



Mittwoch, 4. Januar 2017

Schluppenblusen


So eine Schluppenbluse ist einfach unerlässlich.
Ich hab mir gleich zwei machen müssen.



Mit meiner Hose und Gürtel aus früheren Modellen.


Ich habe mir den Schnitt mit überschrittenen Schultern ausgesucht, das wirkt noch weniger streng. Burda # 125-122009.


Um ihn aber auszuprobieren, mein wunderschöner Seidenchiffon sollte auf keinen Fall verschnitten werden, nahm ich einen vorhandenen Polycrepp. Einmal beim Stoffkauf war mein Mann mit und er meinte, nimm doch den für ein flottes Sommerkleid.
Nun, mir war er ein wenig zu bunt aber für diese Bluse hatte ich genug Stoff, und so war er als Testmodel ausgewählt.
.




Beide Blusen sind mit französischen Nähten versehen, nur die Ärmellösung fällt verschieden aus.
Die seidene hat einen kleinen doppelten Steg mit Knöpfchen und Schlaufe aus Knopflochgarn, und
der Faden wird dann noch festgezogen,
 Die aus Poly hat ein verkürztes Bindeband mit einem Knöpfchen. Es ist mit einem Gummifaden angenäht damit man einfach raus und rein kommt.
Das waren sicher nicht meine letzten Blusen dieser Art.

Eigentlich war die Bluse zusammen mit einer weiten Hose aus einem Glitzerwollstoff für meine Weihnachtsfeier gedacht, doch das passte dann einfach nicht zusammen.
Ich zeig euch die Hose im nächsten Blog da könnt ihr das dann auch  feststellen.

Herzliche Grüße
Bettina

Sonntag, 13. November 2016

Schottischer Übergangsmantel


Ach, bei meiner Dienstreise nach Edinburgh im Spätwinter gabs so viele schöne Tweedstoffe.
Nicht nur den Harris Tweed, den sicher alle kennen, sondern auch viele kleine Webereien, die immer noch nach alten Traditionen Tweed herstellen.

Freitag, 28. Oktober 2016

einfache Dinge




So, das ist es , das Shirt zur Hose, und gleich noch eins.

109-082012 von Burda.
Dieser Schnitt ist für Webstoff gedacht, daher für den Seidenjersey viel zu weit.
Die Streifen passen nur am Rücken und seitlich gut, an den Ärmeln nicht genau zu dem VT und RT, weil die Streifen nicht gleich breit sind und ich für die perfekte
Übereinstimmung mehr Stoff gebraucht hätte.

Ich hab sicher 2cm seitlich (nur von oben bis zum Brustabnäher) uns 1,5 cm an der Schulter weggenommen. (Den Halsausschnitt dann auch nochmal vergrößert)
Ich denke aber das nächste Mal verkleiner ich den Schnitt und nicht erst am Zugeschnittenen, denn ich dacht es wird nicht soo viel sein. Im Threads Heft Issue 146 gibts darüber einen Artikel, wieviel man wo verkleinern muß, doch ich kann euch nicht verlinken, das ist ein Insider Artikel, tut mir leid.
Auch die Länge hab ich verkürzt, das allerdins schon beim Zuschneiden und die Rückenabnäher weggelassen.
Ich finde den Schnitt gelungen, ein schöner Halsausschnitt und die leicht taillierte Form hübsch.
Den Schlitz im Rücken hab ich mit einem kleinen goldenen Knöpfchen und einem Knopflochgarnschlingerl geschlossen.




Alle Nähte sind mit der Overlook genäht, bis auf die Säume und den Besatz am Ausschnitt, die sind mit der Hand genäht. Keine große Sache aber mit einem schönen Stoff sehr praktisch.
Und dann  gleich noch eines.
Diesmal den Schnitt am Papier angepasst und dann zugeschnitten, aus einem Poly Mesh, recht durchsichtig, rutschig zu nähen aber sehr weich.
Damit der Ausschnitt ein bisschen feiner wird, hab ich den Besatz vorne genäht, und beim Absteppen am Vorderteil gleich das angefertigte Bindeband mitgefasst.


Der Rücken und die Ärmel ist einfache Stofflage, das Vorderteil doppelt genommen.

Hier seht ihr den Besatz am Hals mit dem darüberliegendem Band, mit der Masche, welches sich dann, weils nur unten fixiert ist, etwas aufrollt. 
Das sind die Pantone Farben für den Herbst, passt gar nicht so schlecht.

Und gleich noch ein Rock aus einem gröberen Wollcrepp dazu:

Ein altbewährter Schnitt, den ich schon 3x! genäht habe. Obwohl ich selten Schnitte wiederholt verwenden , dieser hier ist einfach toll. ( Mit 10 kg mehr sieht er auch nicht schlecht aus)Aus dem Heft Burda 08-2006.
Die Abnäher vorne werden in die vorgezogene Seitennaht gelegt, die sich aber dann in das Rückenteil dreht. Dadurch bekommt der Rock vorne eine enge Shiluette , obwohl er gar nicht so eng ist. Im Rückenteil entsteht durch das Mittelteil und den Godets ein schöner Schwung.
Ohne Bund liegt die Taille flach an, man kann alles damit tragen.
Das nächste Mal gehts mit einem Tweedmantel weiter....
Herzliche Grüße
Bettina