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Mittwoch, 11. April 2018

Meerfarbenes Kleid




Diesen Schnitt hatte ich schon immer auf meiner Liste, doch er war schon lange nicht mehr erhältlich. Durch Zufall (Abverkauf von Schnitten „out of print“ bei Alfatex) fand ich ihn und musste ihn sofort haben und auch gleich umsetzen.
Es muss ein schwer fallender, weich fließender Stoff sein, sonst kommt dieser Schwung im Wasserfall und auch am Saum gar nicht zur Geltung.



Die schmale Variante mit Taschen ist auch interessant, es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Stoff war schnell gewählt, ein blauer leicht glänzender Rayoncrepp aus meinem gefüllten Lager, ein herrlicher Stoff von Moods Fabrics.  Ich hatte genug Stoff für einen schwingenden Rock und langen Ärmeln.

Das wollte ich probieren.

Donnerstag, 1. März 2018

Männerpullover, der Fünfte





Dieses Jahr gabs zwei Pullover für meinen Mann.
Doch eins nehm ich lieber gleich vorweg:

Keine schwarze Wolle im Winter stricken!!

Das strengt die Augen so sehr an, ich merk mir das jetzt: Schwarz nur im Sommer.

Nun, die Wolle ist antrazitfarben und wieder eine ganz naturbelassene.
Diesmal hab ich mir ein Muster zuerst aufgezeichnet und genau ausgemessen, damit sowohl die Größe, als auch das Muster schön passen.



Die Muster sind wieder aus den Guernsey oder Aran Fischerpullovern entwickelt, die ich einfach unglaublich vielseitig verwenden kann.
Ich verweise auf meinen Männerpullover, der Dritte 
und Männerpullover, der Vierte 
oder auch andere Buchrezensionen.
Meine erste Begegnung mit dieser Art Pullover stammt von einer englischen Bloggerin  fabricated, auch die "Fortsetzung" war inspirierend.

Die einzelnen Kombinationen haben auch bestimmte Bedeutungen.
So gibt es typische „zick-zack-Linien“, ein Symbol für die Küste und ihre Zerklüftungen.
( horizontal: Wellen oder vertikal: Blitzlichter) Die Fischer hofften stets, an diese Küste wieder zurückzukehren und so wurde dieses Muster auf den Pullovern verewigt. Auch der Lebensbaum, der „tree of life“, findet sich auf den Aran Pullovern wieder und steht mit den Zweigen, die aus dem Stamm heraus wachsen, für den Zusammenhalt der Familie und das stetige Wachsen derselben.
Bei mir gibts also Blitze, dazwischen Kettenglieder und in der Mitte der Lebensbaum.

Damit der Pullover auch warm ist uns fexibel reguliert werden kann, habe ich eine geteile Schulternaht mit integrierten Knopflöchern gestrickt ( am Rollkragen gibts Schlaufen) und Knöpfe angenäht.
Diese Trachtenknöpfe aus Metall hatte ich zu Hause und sie schienen mir gut zu passen.




Er liebt ihn und das freut mich.

Es war sicher nicht der letzte Pullover dieser Art.

Herzliche Grüße
Bettina


Dienstag, 16. Januar 2018

Retrokleid in Petrol




Dieser wunderbare Schnitt ist wirklich für alle Figuren geeignet.
Zwei Formnähte am Vorderteil  u n d  2 Abnäher, im Rücken 2 Abnäher und ein Reißverschluss.
Die Falten an der Schulter sind schönes Dekor und auch ein wenig Brustabnäherzusatz. Der Schnitt ist ein Retro von Burda: 122-092017




Es gibt keine Schwierigkeiten es zu nähen, das Anpassen ist vielleicht am Aufwändigsten, denn es sitzt ja sehr figurbetont.

 
Beim Besatz am Halsausschnitt gilt es genau zu arbeiten, denn wenn er nicht gut passt, ist das wirklich unschön. 






So, ich denke nun geht es an die Frühjahrsgardarobe,
herzliche Grüße

Bettina













Samstag, 13. Januar 2018

Boxershort

Nun, das hab ich jetzt nicht vorgehabt: eine Boxershort für meinen Mann zu nähen, aber nicht nur das. Der Schnitt zu erstellen , denn darum gings eigentlich.
Die Vorgeschichte: nach der wiederholten Klage, es gibt keine passenden Unterhosen für ihn, schritt ich mit Massband und Massen zur Tat und streifte einige einschlägige Geschäfte ab. Eine Boxerhose aus Webstoff sollte es sein. Entweder der Bund war zu weit, oder die Hosenbeine. Das sind dann die „Röckchen“. zu teuer ist natürlich auch ein Argument, denn 20€ für so ein Teil ist unglaublich. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass er recht hatte, durchsuchte ich das Netz und Burda Style nachpassenden Schnitten. Gibts nicht. OK, ich könnte einen Pyjamaschnitt abändern, aber das wollte ich nicht.
Im Pinterest fand ich eine russische Seite  mit einer Anleitung zur Schnittkonstruktion von Boxershorts.




Es hat eine Weile gedauert, bis ich die verstanden habe, doch am Schluss kam eine massgefertigte Hose heraus. Der Stoff ist eine festere Baumwolle, die hatte ich zu Hause.
Kaum zu glauben. Die kleine  Änderung, die Seitennähte doch schmäler zu nähen werd ich dann in nächsten Durchgang einbauen, mit einer feinen Baumwollpoppeline.
Aber sonst, .. er ist zufrieden mit der Probehose, ich denke es werden noch weitere folgen.

Liebe Grüße
Bettina





Freitag, 22. Dezember 2017

Kleid für die Weihnachtsfeier


Wie letztes Jahr schon beschrieben, habe ich immer verabsäumt ein Kleid für unsere Weihnachtsfeier zu nähen. Ich konnte mich nie entscheiden, und/oder zuviel zu tun vor Weihnachten.

Dieses Mal jedoch war der Schnitt klar, ich musste jedoch meinen ausgewählten Stoff zurück in den Kasten räumen, - die Menge war zu wenig. Ich entschied mich letzendlich für einen wunderbaren, weichen, dunkelblauen Cashmere - Wollstoff mit einem leichten Strich und Glanz. Der Designerschnitt von Castelbajac sollte es werden, 136-122014


Da dieser Schnitt aber nicht eng anliegt, eher locker fällt und keine Abnäher hat, habe ich ein Molinomusterkleid nähen müssen. Auch ist der Cashmerestoff schrecklich zu bügeln, und ich wollte nicht beim Nähen Änderungen machen müssen.
Das war auch gut so, denn seht selbst:



 1.  und 2.  Anprobe





 Zu allererst  fällt das Kleid nicht gerade, um den  Busen ist es zu eng und die Ärmelansätze vorne und hinten sind auch zu eng. Da kann man sich nicht bewegen. Ich denke der Schnitt ist für wenig bis gar keinen Busen gedacht, ein wenig Abnäher ist in den falschen Leistentaschen eingebaut. Nach 2 Mal ändern konnte ich dann den Schnitt anpassen,  ein Brustabnäher musste sein. Nun hängt das Kleid gerade, die Ärmel haben genug Bewegungsspielraum und am Busen spannt es nicht mehr.
Wenn ich mehr Abnäher in die Leisetentaschennaht genommen hätte (ca. 2 cm sind im Schnitt als Abnäher in diese Nahr eingebaut ) wäre er viel zu tief und nicht in der richtigen Schräge gewesen. Leider verliert das Modell ein wenig dadurch an Klarheit, doch anders gings nicht.

Ich habe bei der Schnittübertragung, Punktefixierung und Einlagen die Anleitungen von makerist (Etuikleid mit Inge Szoltysik-Sparrer ) übernomen.


Zum Beispiel die verschieden breiten Kantenbänder für den Armausschnitt : Das schmälere, schräg geschnittene für die untere Ärmelrundung, das Breitere, im geraden Fadenlauf für die obere Hälfte und wie auf dem Bild für die Schultern.


Ich habe diesen Tip von Emsalupa aus der Burda Community (Blazer) und musste sofort nachsehen was es damit auf sich hat. Ich kannte diese Möglichkeit nicht. Trotz meiner doch schon langen Näherfahrung gab es Tips, welche sehr hilfreich waren, es machte mir wirklich Freude!.
Diese Videos sind jeden Euro wert, ich kann sie nur wärmstens empfehlen.
Nun, dieser Schnitt hat es aber in sich, bei den Feinheiten, wie Tasche und Kragen ist präzises Arbeiten wirklich notwendig.




 Das Bügeln der Rundungen mit zugeschnittenen Karton. Das Bügeln von Cashmere ist besonders heikel, der Stoff braucht viel Dampf und Druck, jede Kante muss sorgfältig hinterlegt werden und so akkurat flach gebügelt will dieser feine Stoff nicht werden.



Auch die Perlenbordüre ist vor der Verarbeitung gebügelt worde, sie schrumpft erheblich auf dem feinen Tüllgitternetz.


Die seitlichen Eingriffstaschen sind mit einer Fächerfalte hinterlegt. Ist nicht zu erkennen und auch etwas kniffelig zu nähen.


 Der abgesteppte Kragen ist mit einem dünnen Volumenvließ verstärkt.




Das Futter ist eine feine elastische Baumwolle, die etwas nachgibt, genauso wie der Oberstoff.



Ich habe leider keine besseren Tragefotos, aber es liegt locker und trägt sich wunderbar.
Falls man beim  Essen zuviel erwischen sollte ist das auch kein Problem, der Schnitt engt nicht ein.

Herzliche Grüße
Bettina

Männerpullover, der Vierte



Diesmal habe ich den der Pullover schon im Frühling begonnen. Bei meiner Kur im Salzkammergut hatte ich eine wunderbare Gelegenheit  in Bad Ischl eine Wolle zu kaufen, die nicht total entfettet wurde. Weil noch genug Lanolin drin ist, bleibt sie wunderbar warm , und kann kaum schmutzig werden.Ich hab wieder mit den Mustern der Fischerpullover (Guernsey) gespielt und Muster zusammengesucht .
Weil ich aber doch dort auf Kur war, konnte ich die Maße nicht direkt von meinem Mann nehmen. Zeit aber hatte ich genug, also strickte ich drauflos.
Beim Zusammensetzen stellte ich ,oh Schreck, heraus, dass die Vorder-  und Rückenteile zu schmal geraten waren. Ein wenig getüftelt, besprochen, und die Lösung gefunden. 



Den Kragen haben wir gemeinsam entworfen . Die Ärmel sind extrem eng am Handgelenk an der Schulter aber weiter, das war auch so geplant, er wollte eine richtige Rüstung. Ich finde es sieht auch wie eine Samurairüstung aus.


Der nächste ist schon im Entstehen, denn er sagt : ich hab keine Pullover mehr!
Zwei sind schon an Tochter und Sohn verlorengegangen,  einen  zweiten muss man schon haben, oder?

Liebe Grüße Bettina